In der Außerquart und auf Latz

Die Abwärtsentwicklung im Weinbau hat in der Außerquart schon früher eingesetzt als in Nenzing und Beschling. Im Eidsteuerprotokoll 1854 sind von 47 Weinbergen mit ca. 17 Mitmel (1 ha 53 ar), nur noch ca. 31 ar als bestehend gemeldet, dagegen 1 ha 22 ar als ausgerissen bezeichnet. Von den als bestehend angegebenen Weinbergen waren nur 4 mit einer Fläche von zusammen 2 1/4 Mitmel = 18 ar als vollwertig geschätzt und das Steuerkapital entsprechend festgesetzt worden. Zu bemerken ist, daß ein Besitzer von Roßnis ein Weingut in einer anderen Gemeinde mit der Lokalbezeichnung „am dunklen Berg“ besaß. Die Größe ist mit ¼ Pfund Lohn = ca. 12 ar1 angegeben. 1761 sind 19 Weinberge angegeben. Auf Latz war an der Egg ein Weingarten, der aber 1854 so niedrig eingeschätzt wurde, daß er offenbar kein Ertragsobjekt mehr bildete. Interessant ist ein Bericht von Klemens Fetzel, daß bis vor wenig Jahren sich an der Egg noch ein Weinstock befand.

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    Auch hier liegt bei der Angabe ein Fehler vor. Die Angaben aus verschiedener Literatur schwanken für 1 Pfundlohn zwischen 4 und 4,8 ar. Ein Viertel Pfundlohn kann also allenfalls ein Zehntel der angegebenen Größe ausgemacht haben. Kommafehler?